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Denkmal Serinischer Hölden-Thaten--Turcica---sehr selten
[Tresor]

Denkmal Serinischer Hölden-thaten, waß nämlich Graf Niklas von Serin sei seinnn, im Herbstmonat 1663. angetretenen gewalts in Hungaren mit etlicher ihm zugeordneter hülfe, durch Göttliche verleihung wider den Türken, bis auf den Mai monat ietzigen 1664 jars verrichtet. - (Mit:) Continuation des Serinischen Denckmahls... biß zu endt des Augusti, Anno 1664. - Fernere Continuation... biß auff beyderseits getroffenen Frieden. 3 Tle. in 1 Bd. O. O. u. Dr. 1664-65. 4to (19,5:16,5 cm). Mit zus. 1 gest. Titel u. 46 (st. 49?) doppelblattgr. Kupfertaf. 28; 27; 30 S. Prgt. d. Zt., gebräunt, teilw. fleckig. Schönes Titelkupfer mit den Bildnissen der Brüder Zriny und Muntecucculis zu Pferde, 28 S. Am Ende mehrere kurze Mitteilungen. «Beschreibung des Gräfflichen Hauß vnd Vestung Serin, und New-Serin war» mit einigen interessanten Nachrichten über Zrinyi, wie z. B., dass er «in allen feindlicher Gefechten mit ganzt entblößtem Arm seinen Ballasch… selten mit vergeblichen Streichen führen thut» und dass: «wann er sein hierzu sonderbahr verfertigtes Horn beginnet zu blasen … alle seine Mannbahre Vnderthanen, als Soldaten eilend zu Pferd sitzen und jhme willig folgen thun.» Es wird ein Pferd des Grafen erwähnt: «so von jhme Jonas genennet wird … und … niemanden anderst, als hochgedachten seinen Herren Grafen auffsitzen und reithen lässet.» Für jeden Türkenkopf wird ein Reichstaler gezahlt: «dahero täglich frisch eingebracht und auffgestecket werden. Sonsten hat er auch über 500. lauter vornehme gefangene Türcken, in seinen Schössern welche jhme eine vnaussprechliche Rantzion geben müssen.» Eine vornehme türkische Dame, welche der Graf «neulich» gefangen nahm, erbot sich «bereits mit 60,000 Reichsthalern zu rantzioniren aber vnder eine Tonnengold» soll sie nicht losgelassen werden. Es folgt eine «Beschreibung der vornemmen Vestung Neutra», mit ausführlicher Schilderung des Schlosses, worin «eine besondere Fürstliche Wohnung, welche in denen Gemächern, Sälen und Zimmern der Zeit hero mit künstlichen Gemählwerken und Zierlichkeit ist erhalten worden» … endlich kurze Nachrichten aus Graz, Wien u. s. w. Hieher gehört: 1. Continuation des Serenischen Denkmahls, was Vornemblich sich zugetragen, ferner in Hungarien, biß zu endt des Augusti, Anno 1664. Mit Etlicher Treffen, so vorgangen, vnnd vnterschiedlicher Stätten Kupfferstucken geziehret. || Gedruckt im Jahr 1664. 27 S. Vignette auf dem Titelblatt. Enthält die Schilderung des Treffens bei Léva und der Schlacht von St. Gotthard. 2. Fernere Continuation Des Serenischen Denckmahls, Was sich weiters zugetragen in Hungarien, biß auff beyderseits getroffenen Frieden. Mit etlichen schönen Kupferstücken gezieret. || Gedruckt im Jahr 1665. 30 S. Sehr interessanter Bericht über die Geschehnisse «zwischen beederseits Armeen biß zum getroffenen Frieden: auch nach demselben bißhero auff ein und anderer Seiten ferner passirt.» Über den Aufenthalt des Nikolaus Zrinyi in Wien lesen wir, er habe «verschiedene Teutsche Herren und Generales, dabey sich auch die vornehmste Frantzosen befunden, ansehnlich tractirt und sonderlich diesen grosse Ehre erzeiget. Dieser streitbare Ungarische Herr solle sehr bedaurt haben, daß er bey der Raaber-Schlacht nicht zugegen seyn. und mit machen können. Ist auch nicht lange hernach vom Kayserl Hoffe wieder abgeschieden, und nach seiner Graffschaft verreisset Die Frantzösische Herren aber hatten ihme ein treffliches Pferd mit Pistohlen, Sattel und Zeug, so über 1000. Ducaten geschätzt wurde, verehrt, daneben auch 2. Regementer zu Fuß und eines zu Pferd auff 2. Jahr zu unterhalten im Nahmen ihres Königs offerirt.» Sehr ausführlich wird die Aufnahme geschildert, welche die Nachricht des abgeschlossenen Friedens in Deutschland und in Ungarn hervorrief: «Teutschland ist damit wol zufrieden. Ungarn aber im gerinsten nicht». Dann wird der Tod Zrinyis erzählt, den Schluss bildet die sehr ausführliche Beschreibung der Geschenke, welche der kais. Gesandte Leslie nach Konstantinopel und der «nacher Wien verordnete Türckische Groß-Gesandter Czara Mohamet Bassa (ein gelahrter, durchtriebener vnd verschmitzter Mann)» nach Wien bringen soll. VD 17 23:238511X (nur HAB Wolfenbüttel mit dem Grundwerk, ohne die Anhänge); Apponyi 2071 (nennt nur insgesamt 18 Tafeln); Németh H 354 (= VD 17); Szalai III, 155, 8. - Sehr seltene Beschreibung des Türkenkrieges 1663/1664 bis zum Frieden von Eisenburg, mit besonderer Berücksichtigung der Eroberungen bzw. Rückeroberungen des Grafen Nikolaus Zrinski, mit schönen Ansichten der Burgen, Schösser u. Städte illustriert. Wohl nur ein weiteres Exemplar mit allen drei Teilen in deutschen Bibliotheken bekannt. VD 17 nennt für das Grundwerk 15 Tafeln, hiervon ist vorliegend die Tafeln "Wegführung der Christen" nur zur Hälfte vorhanden und oben als fehlend gezählt, eine weitere Tafel "Tartar", die hier nicht vorliegt, hat ein anderes Format u. Darstellung und gehört möglicherweise nicht zum Werk. Die Anhänge mit 13 bzw. 20 Tafeln, im letzten Teil wurde bei der handschriftlichen Numerierung die Nr. 34 ausgelassen bzw. die entsprechende Tafel entfernt. - Enthält Ansichten von Belgrad, Budapest, Fülek, Gran, Gyula, Kalo, Konstantinopel, Neuhäusel, Novigrad, Palotta, Raab, Sissek, Szarvas, Stuhlweißenburg, Szolnok, Temesvar, Tokaj, Visegrad, Waitzen, Zatmar, Zigeth u.a. - Teilw. fleckig bzw. fingerfl., Text teilw. gebräunt u. mit vereinzelten Feuchtigkeitsspuren. Tafeln mit hs. Numerierung in der rechten oberen Ecke. Adrianopel, Raab u. Schambock mit teilw. hinterlegtem Randeinriß, Belgrad mit Anmerkung im weißen Rand. Gest. Titel mit Tintenverwischung u. Ausrissen im unteren weißen Rand. Die Ansichten breitrandig u. in gutem Zustand. Niklas Graf Zrinyi Personenname Zrinyi, Niklas Niklas Graf Zrinyi, * 1508, † 7. September 1566, auch Graf Serin genannt, Held von Szigeth, zeichnete sich während der ersten Belagerung der Türken 1529 aus. Er war Feldherr, Ban von Kroatien, Dalmatien und Slowenien. Er starb nach langer Verteidigung der Festung Szigeth, die er mit 2500 Mann gegen 65.000 Türken halten konnte. Die Zrinyigasse ist nach ihm benannt worden.
Denkmal Serinischer Hölden-Thaten--Turcica---sehr selten by Zrinyi, Niklas, Graf Serin, 1506
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