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Edelsasser Cronick, Bernhard Hertzog, anno 1592
[Regal]

Bernhard Hertzog (1537 - 1596/1597) Chronicon Alsatiae. Edelsasser Cronick unnd aussfuhrliche beschreibung des untern Elsasses am Rheinstrom, auch desselben furnem(m)er Statt, als Strassburg, Schletstatt, Hagenaw, Weissenburg. Strassburg, B. Jobin, 1592. 5 Teile in 1 Band (155 Seiten, 239 Seiten, 131 Seiten, 312 Seiten, 233 Seiten), Folio (31.5 x 21 cm) mit Titelholzschnittvignetten, doppelblattgr. Holzschnitt-Tafel und zahlreichen altkolorierten Holzschnittwappen im Text. Pergamenteinband aus d. spät. 19. Jrh. oder um 1900. Deckel gelockert, gelenke gebrochen. Papier etwas gebräunt mit hinterlegten Einrissen und reparierten Fehlstellen, kleine Wurmlöcher im Text, manche Blätter gelockert. Erste 6 Blätter, letzte Seiten (S. 217-233) und untere Teile von circa 8 Textblättern mit Holzschnittwappen im Buch mit Manuskript-Faksimile aus der Zeit um circa 1900 ersetzt SIEHE FOTOS!!! Erste und einzige Ausgabe. - STC 401. VD 16, H 2659. Ritter 1162. Ders., Catalogue, 1202. Muller 598, 225. Barth 22019. NDB VIII, 719 Mit Ex-Libris von H. Rasp vorne und Ex-Libris Stempel von Albert Spaeth (1899-1966) a. d. Titelblatt oben. Bernhard Hertzog (* 26. Januar 1537 in Weißenburg; † 1596/1597 in Wörth an der Sauer) war ein deutscher Jurist und Historiker. Der Sohn des Ratsherrn Hans Hertzog besuchte die Schule zu Durlach und das Gymnasium Straßburg, studierte in Heidelberg, wo er 1550 und nochmals 1557 immatrikuliert wurde. 1561 erhielt er eine Anstellung in Zweibrücken als pfalzgräflicher Kanzleisekretär. Nach dem Tod Pfalzgraf Wolfgangs von Pfalz-Zweibrücken trat er 1570 in den Dienst Graf Philipps IV. von Hanau-Lichtenberg. Er wurde Sekretär und später Amtmann in Wörth, wo er bis zu seinem Tod verblieb. Die älteste Tochter aus der am 4. November 1560 geschlossenen Ehe mit Elisabeth Breitenacker aus Weißenburg ehelichte den Straßburger Schriftsteller Johann Fischart. Bedeutung erlangte Bernhart Hertzog durch sein historisch-genealogisches Chronicon Alsatiae oder Edelsasser Chronick, das 1592 in Straßburg bei Bernhard Jobin erschien, dem Verleger Fischarts. Es fand große Verbreitung und bleibt für die Geschichte des Unterelsasses unentbehrlich, da Hertzog auf heute verlorene Quellen zurückgreifen konnte. Die von seinem Zeitgenossen Daniel Speckle 1587 vollendete Straßburger Chronik war nach einem Brief Speckles als Pendant zu Hertzogs Chronik angelegt. Außer handschriftlichen Sammlungen vor allem zur Adelsgeschichte verfasste er eine Schwanksammlung Schiltwache (Ausgabe Magdeburg um 1580: VD 16 H 2660, Exemplar in Wolfenbüttel). Werke Chronicon Alsatiae, Edelsasser Chronick. Bernhart Jobin, Straßburg 1592, urn:nbn:de:0128-1-25783. Hinweise auf Handschriftliches: Archivalia vom 19. September 2012 online. Literatur Georg Christian Crollius: Memorabilia de Bernhardo Herzog. ohne Ort 1768 (dilibri). Eugen Müntz: Le chroniqueur Bernard Hertzog et son gendre le poète Jean Fischart. In: Revue d’Alsace. NF. 2, 1873, S. 360–380 (Internet Archive). Franz Xaver von Wegele: Hertzog, Bernhard. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 12, Duncker & Humblot, Leipzig 1880, S. 251. Hermann Hahn: Der handschriftliche Nachlaß Bernhard Hertzogs in der Frankfurter Stadtbibliothek. In: Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde. 24, 1896, S. 1–18 (Internet Archive). Joseph Fuchs: Hertzog, Bernhard. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, ISBN 3-428-00189-3, S. 719 (Digitalisat). Jean Rott: Bernhart Hertzog, (1537–1596/97). Chronist und Amtmann zu Wörth. In: Jean Rott: Investigationes Historicae. Band 2. Strasbourg 1986, S. 327–338 (zuerst in: L’Outre Forêt. 26, 1979, S. 37–49). François Joseph Fuchs: Hertzog Bernhart. In: Nouveau dictionnaire de biographie alsacienne. 16, 1990, S. 1562.
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