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Feucht Jakob (1540-80), Postilla de Sanctis, Prachteinband
[Regal]

Feucht, Postilla de Sanctis. 1597 Feucht, J. Postilla catholica evangeliorum de Sanctis totius anni. Das ist: Catholische Außlegung aller Fest un(d) feyertäglichen Evangelien durch das gantze Jar. 3 Tle. in 1 Bd. Köln, A. Quentel, 1597. Fol. (33,5:22,5 cm). Mit wiederh. Wappenholzschn. auf d. Titelbll., 1 blattgr. Porträt-Holzschn. u. zahlr. Textholzschn. Schweinsldr. d. Zt. über Holzdeckeln mit reicher Rollenblindpräg. u. figürl. Mittelstücken sowie 2 Messingschließen; leicht gedunkelt u. gering wurmstichig, Rückdeckel etwas fleckig, mit kl. Kratzspuren u. Bereibungen. VD 16, ZV 5815. - Dritte u. letzte Ausgabe des 16. Jahrhunderts. Der Festtagsteil aus der Gesamtausgabe des vollständigen (großen) Predigtzyklus. Feucht war seit 1571 Weihbischof von Bamberg und setzte sich für die Durchführung der tridentischen Reformbeschlüsse ein (vgl. NDB V, 105). Das schöne Porträt zeigt ihn in ganzer Figur vor dem Kruzifix betend, mit Devisen u. Insignien. Die Textholzschnitte mit biblischen Szenen, gute Abdrucke von Stöcken älterer Bibelausgaben. - Gebräunt u. vor allem zu Beginn wurmstichig, Titel mit altem Besitzvermerk. Zum Einband: Sehr schöner Prägeband aus der Werkstatt des aus Suhla gebürtigen und 1562 bis 1595 in Augsburg tätigen Meisters Caspar Horneffer, einem langjährigen und vertrauten Freund Jakob Krauses (vgl. Haebler I, 168 f., Schunke, Jakob Krause S. 42, sowie F. Zoepfl, Jakob Krause u. Caspar Horneffer, passim). Beide Deckel tragen als Mittelstück die ungewöhnliche Platte "Kruzifix mit Bundeslade und Heiliggeisttaube" (EBDB p002669, nicht bei Haebler), eingefaßt von verschiedenen Rollenstempeln, darunter EBDB r003172 (= Haebler I, 50, 1) und die Tugendenrolle EBDB r003234 (= Haebler I, 46, 7). Feucht, Jakob Weihbischof von Bamberg, * 1540 Pfullendorf bei Überlingen, † 26.4.1580 Bamberg, ⚰ Bamberg,Sankt Martin. Feucht studierte in Freiburg im Breisgau. Nach seiner Priesterweihe (1563) war er kurze Zeit als Seelsorger in Altdorf bei Greding tätig. 1567 setzte er seine theologischen Studien in Ingolstadt fort (Magister artium und >Licentiat theol. 1570, im SS1571 Rektor der Universität). Nach dem Tode des Weihbischofs Lichtenauer von Bamberg († 1570) übernahm Feucht 1571 dieses Amt. 1572 wurde er zum Bischof von Athyra ernannt. Als Weihbischof von Bamberg bemühte er sich um die Erneuerung des katholischen Glaubenslebens und um die Durchführung der tridentinischen Reformbeschlüsse. Deshalb geriet er wiederholt mit dem Domkapitel in Konflikt, das ihm sogar die Pfarrei Sankt Martin in Bamberg, deren Erträgnisse einen wesentlichen Teil des weihbischöflichen Gehaltes ausmachten, entzogen wissen wollte. Feucht setzte sich durch Wort und Schrift für die Verteidigung der alten Lehre ein und nahm wiederholt auch in der Diözese Halberstadt Pontifikalfunktionen vor.
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