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Neuwe Chronica Türckischer Nation, Lewenklau 1595
[Lewenklau]

Lewenkllau Hans, "Neuwe Chronica Türckischer nation, von Türkken selbs beschrieben: Volgendts gemehrt, vnnd in vier Bücher abgetheilt: Das Erst, Gitabi Teuarichi, Chronic oder Zeitbuch der Fürsten Osma-nischen Stammens: von ihrem Ursprung Auffnemen, Regiment Gealt, Kriegen, Tugendt, Untugendt, succession, vom ersten Osman Chan bißauff den Sultan Suleiman Chan und das 1550. Jar Christi: Welches der Edel und Gestreng herr Jeronymus... Das Ander, Von Türckischen Geschichten die nach dem 1550 Jar Christi bis auffs 1590. zugetragen. Das dritt, PANDECTES Türckischer Histori Das ist volkommen Bericht allerley Türckischer Sachen und Erklärung derselben. Das Vierd, Etliche Particular Beschreibungen mercklicher und zur Türckischen Histori gehörigen Geschicht. Alles jetzo durch Hansen Lewenklaw von Amelbeurn vnser Teutschen Nation zu sondern Nutz, vnd Wolgefallen zusammengefasset, gestellt, vbersehen vnd in Truck verfertigt. 1595. Gedruckt zu Franckfurt am Mayn bey Andrea Wechels seligen Erben, nemlich Claudi de Marne vnd Johann Aubri." Frankfurt/M., Wechel Erben, 1595, Gr.-4to (30x20 cm.), mit 1 Holzschn.-Tafel, 1. Holzschn.Plan im Text und 1 (mitpag.)gefalt. Stammtafel. 4 Bll., 434 S., 1 Bll., SS435-535, 10 Bll..Register. Hldr.-Einband, Deckelbezug mit Fehlstellen, Deckelkanten beschabt, Ecken bestossen, berieben, wasserrandig, gebräunt. Referenz: Carl Göllner, TVRCICA, Die europäischen Türkendrucke des XVI Jahrhunderts II 1551-1600, Nr. 2044. Hier: "Der dritte teil der deutschen Ausgabe weist zahlreiche Ergänzungen auf, wie die Partikular-Beschreibung ""so vor dieser Zeit nie in Druck außgangen. Nemlich die Türckisch Belägerung der Statt Wien in Osterreich, im1529 Jahr, sampt Anzeiger aller Namen deren Fürsten, Grafen, Herrn... so in der Belägerung geweßt: beschrieben durch Paul Pesel damals Ferdinadi Königs zu Hungarn vnd Böheim & C., Heralden. Außführlicher Bericht von den vnerhörten wunderbaren Ceremonien... der Beschneidung Sultan Mehemets, deß jetztregierenden Sultan Murat Sohns, zu Constantinopel im 1582 Jar celebrirt vnd fleissigst daselbs beschrieben durch Niclas Haunolth von Preßlaw, Röm. Keys. Majest. Diener. Herrn Heinrich Herrn von Lichtenstein von Nicolspurt & Röm. Maiest. Abgesandten, & Reiß auff Constantinopol im 1584, Jar. Verzeichnuß der Hochzeitlichen Fest, die der Ibrahim Vezir Basscha mit deß Tprckischen Keysers älteren Tochter... im Monat May, deß 1586 Jars, zu Constantinopol gehalten: durch vorgemeldten Necklas Haunolth"". Adresse, wie auf dem Haupttitelblatt. S. 435 die Vorrede an den "" Herren Georg Erasim und Herrn Hansen Septimio Herrn von Lichtenstein und Nicolospurg..."" Es habe diese Partikular-Beschreibung ""so mir durch etliche meine günstig Herrn und gute Freund zukommen"" als Anhang zu seinen Pandekten folgen lassen wollen, ""zunächst"" den ""Ausführlichen Tractat von Türckischer Belägerung der Statt, weil er nie durch den Truck ausgangen, und wir in allweg schuldig der grossen Gnad und Wohltat Gottes... nimmermehr zu vergessen ... dadurch er obgedachte Statt dem Tyrannen gleichwie aus dem Rachen gezogen...Denselben Bericht hat der edel und gestreng Herr Hieronymus Beck von Leopoldstorff... nach langer fleissiger Nachforschung, endlich zuwegenbracht. Dann ers von des Autoris, Paul Pesolden, ...konigl Maiest. Raths, leiblichen Schweester Enickel, Hansen Moser, bekommen... Zum andren habe ich auch weiland des ... Herrn Heinrichs Herrn vo Liechtenstein ... ansehenliche Reys und verschickung an die Osmanische Porten aus befelch der Röm. Key. Maiest. schriftlich gefasset und durch mich an mehr Orten verbessert, mit wöllen an den Tag lassen kommen..."" Der Bericht über die Reise nach Konstantinopel (S. 515-535) gebinnt mit der Abfahrt von Wien (30 August). Von Komorn ab ""hat und das Kriegsvolk gleytet, die Teutschen zu Landt bey 300 Mann stark, die Nasadisten (ein Ungarisch Kriegßvolk deren Waffen und Wehren allein stehen auff halbe Spiess und einer Tartschen) zu Wasser auf der Tunaw mit 19 Schiffen. Und auff einem jeder Schiff waren 28 Personen streitbarer Leut. "" Die Ankunft und der Empfang in Ofen werden weitläufig beschrieben. ""Des Basscha Loment... in der Vorstatt, herunter an der Tunaw gelegen...ist ein schlechts Gebew."" Die Audienz wird umständlich erzählt "" und da manzu beyden Theilen nach notturft mit einander geredt... hat der Basscha unserm Herrn wiederumb ein gülden Stück, in gestalt eines Türckischen oder Ungarischen Mente gemacht, erehrt... Über die Personen der Türcken so uns zu des Basscha Hof geführt, haben sich auch erzeigt drey Türcken mit rothen Fahnen, die sich selbst hatten aufgeschnitten an ihren seitten und durch die auffgeschnittene Haut die Stangen der Fahne gezogen und sie also auffrecht getragen... Der eine stiess ein Säbel durch die Haut, der ander ein Büchsen. Etlich stachen sich selbst zu die Köpff und setzten Federn darein, und tanzten vor dem Herrn Ambassador her bis an die Schiff. Dann es war auch Seitenspiel da, fünff Lauten und zwo Geigen, auff türckische Manier"". Den 10 ten September wurde von Ofen aufgebrochen, den 17ten war man in Belgrad und nach zweitägigen Aufenthalt wurde in 16 Kutschen, nicht gerechnet ""des Herrn Ambassadors Heerwagen die Landreise nach Konstantinopel angetreten"" ...In Serbien zu Barakin habe ich einen Turcken gesehen, so von Überlingen am Bodensee bürtig vor 30 Jahren bey Ofen gefangen und zum Türcken worden. Dessen ich darumb gedencken wollen, weil ich selbst gehört, dass dieser Mann sein Teutsch beynahe gar vergessen, da ich zuvor nit vermeynt hätte, dass einem so zu seynem Jahren kommen, seyn angeborne Muttersprach sollte abfallen und ausschwitzen... Die Führer auf dieser Reys sind gewesen... Ein Beg, drey Tzauschen oder des türkischen Keysers Hofdiener...drey Janitscharen"". Sehr ausführlich sind Sofia und Adrianopel beschrieben. Mit der Auskunft in Konstantinopel (19 Oktober) bricht die Reisebeschreibung ab." "Johannes Lewenklau (1533-1593), Historiker und Orientalist, Begründer der europäischen Geschichtsschreibung der Türken, lebte 1562-65 als Lehrer des Griechischen in Heidelberg, dann zumeist auf Reisen im Orient und als Gast schlesischer und ungarischer Magnaten." Brockhaus, 15 Aufl., Band 11, 597. "Sein Aufenthalt in Constantinopel, seine Kenntnis der orientalischen Sprachen und der osmanischen Chronisten, die Benutzung der in Wien vorgefundenen deutschen Übersetzung der Originalannalen der türkischen Sultane, ermöglichten es ihm, eine umfassendere Darstellung der Osmanischen Geschichte als die trockenen Berichte des Beck von Leopoldsdorf zu verfassen. (Göllner). Erwähnenswert seine Objektivität: obwohl er zum Kampf gegen die Türken aufrief, hob er deren Tugenden, Rechtsprechung und das Unterlassen von Ketzerverfolgungen hervor. FÜR WEITERE INFORMATIONEN BITTE DEN UNTEREN LINK ANKLICKEN. DORT IST DIE ERSTAUSGABE AUS DEM JAHR 1590 KOMPLETT DIGITALISIERT
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