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Neapel unter spanischer Herrschaft, Reumont A., 1851, 2 Bde., HO
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Neapel unter spanischer Herrschaft, Reumont A., 1851, 2 Bde., HO
Neapel unter spanischer Herrschaft, Reumont A., 1851, 2 Bde., HOFBIBLIOTHEK WITTELSBACH REUMONT, ALFRED v. Die Carafa von Maddaloni. Neapel unter spanischer Herrschaft. 2 Bde. Berlin, Verlag der Deckerschen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei, 1851. 8°, 18x11 cm., orig. Pappeinbde., gering stockfleckig. XVI, 420 S., 1 Bl. u. VIII, 375, (1) S. HIER AUS KÖNIGLICHER BIBLIOTHEK VON WITTELSBACH. Alfred von Reumont (* 15. August 1808 in Aachen; † 27. April 1887 in Burtscheid) war ein deutscher Staatsmann und Historiker. Reumont entstammte einer ursprünglich in Lüttich ansässigen, römisch-katholischen Familie. Nach seinem Abitur am Gymnasium nahm er – entgegen seiner Neigung, aber entsprechend dem Wunsch seines Vaters Gerhard Reumont – die Studien der Medizin in Bonn und Heidelberg auf. Dieses Studium gab er nach dem Tod des Vaters auf. Nach einer kurzen Zeit als Hauslehrer in Florenz war Reumont seit 1830 bereits Privatsekretär des preußischen Gesandten in Florenz Friedrich von Martens. Diesem folgte er 1832 nach Konstantinopel. Außerdem war er bereits mit zahlreichen Arbeiten zur Geschichte der Stadt Aachen an die Öffentlichkeit getreten. Im Jahre 1833 promovierte er jedoch kumulativ zum Doktor der Philosophie in Erlangen. Später war er Diplomat am Auswärtigen Amt in Berlin (1835–1836), als Sekretär der Gesandtschaft in Florenz und in Rom (1836–43) und als Sekretär im Auswärtigen Amt (1843–1847) tätig, wo er zudem als Privatsekretär des Königs Friedrich Wilhelm IV. diente. Das Vertrauen seines Königs in Reumont führte dazu, dass er ihn schließlich 1846 in den Adelsstand erhob. Seine zahlreichen diplomatischen Missionen ermöglichten ihm ein eingehendes Bild von Italien zu gewinnen. Weitere diplomatische Missionen in preußischen Diensten führten ihn neben Rom nach Florenz als preußischer Geschäftsträger mit Zuständigkeit für Parma und Modena ab 1851 und als zuständiger Geschäftsträger in Florenz und fünf Jahre später als Ministerresident am Großherzoglichen Hof. 1852 wurde er Mitglied der Accademia della Crusca. Die revolutionären Ereignisse in Italien setzten einen Schlussstrich unter seine Tätigkeit im diplomatischen Dienst in Italien. Auch in Preußen fand er keine Verwendung mehr im Staatsdienst. Da mag auch seine katholische Konfession ein gewisses Hindernis gewesen sein. Ab den 1850er Jahren widmete er sich nahezu ausschließlich seinen literarischen Studien, die ihn auch in zahlreiche Bibliotheken und Archive führten. Diese begannen zuerst in Rom, gefolgt von seiner Geburtsstadt Aachen, von 1868 an in Bonn, wo er mit dem Studium begonnen hatte, um schließlich nach Aachen 1878 zurückzukehren. 1853 wurde er korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1858 auswärtiges Mitglied. Die Königlich Preußische Akademie der Wissenschaften zu Berlin hatte ihn 1854 als Korrespondierendes Mitglied aufgenommen. Trotz schwerer gesundheitlicher Beschwerden behielt er, mittlerweile 1855 zum Kammerherrn befördert, immer sein wissenschaftliches Arbeiten bei. Seine bedeutendsten Arbeiten sind die seit 1860 entstandenen. Außerdem pflegte er einen lebhaften persönlichen und brieflichen Verkehr mit angesehenen Historikerkollegen und politischen Persönlichkeiten in Deutschland und Italien. Unter den Korrespondenten befanden sich Persönlichkeiten wie sein ehemaliger Kollege Hermann von Thile, mit dem ihm inngste Freundschaft verband, Marchese Gino Capponi, der berühmte italienische Literaturhistoriker, Leopold von Ranke, der bedeutendste deutsche Historiker, den er 1830 angegriffen hatte und welcher auf seine Geschichtsschreibung schließlich doch von bestimmender Bedeutung wurde, und einige Mitglieder des preußischen Königshauses, insbesondere Königin Elisabeth und Kaiser Wilhelm I.. Seine vielfältige Korrespondenz gipfelte schließlich auch in einer Sammlung unter dem Titel Römische Briefe von einem Florentiner. Darin ist nicht nur von zeitgenössischer Politik und privaten Angelegenheiten im engeren Sinne die Rede, sondern auch von Eindrücken der italienischen Landschaften, der Architektur und Kunst usw. Darüber hinaus zählte Alfred von Reumont im Jahre 1879 zu den Gründungsmitgliedern des Aachener Geschichtsvereins und war auch bis 1886 dessen erster Vorsitzender, nachdem er ein Jahr zuvor zum "Wirklichen Rat" befördert wurde. Seine umfangreiche Werk- und Literatursammlung, darunter seine Dante-Sammlung, vermachte Reumont nach seinem Tod der Stadtbibliothek Aachen. Diese wiederum zählt zu den wertvollsten Beständen dieser Bibliothek. Im Jahre 1883 wurde Reumont zum Ehrenbürger von Aachen ernannt. Außerdem erhielt er die Ehrenbürgerwürde der italienischen Städte Rom und Florenz. Ferner wurden später eine Straße und später eine Schule in Aachen nach ihm benannt. Alfred von Reumont fand seine letzte Ruhestätte auf dem Aachener Ostfriedhof.
Neapel unter spanischer Herrschaft, Reumont A., 1851, 2 Bde., HO by Reumont Alfred von, 1808-87
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